Lehrerdienstbefreiungen didacta 2018

Die weltweit größte Fachmesse für Lernen und Lehren, die didacta – die Bildungsmesse, findet vom 20. bis 24. Februar 2018 nach drei Jahren wieder in Hannover statt. Sie finden hier Informationen zu den Lehrerdienstbefreiungen in den einzelnen Bundesländern.

Baden-Württemberg

Die Entscheidung über eine Dienstbefreiung für den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen anderer Anbieter, wie z. B. der didacta 2018 Hannover, fällt gemäß der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums „Leitlinien zur Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Baden-Württemberg“ vom 24. Mai 2006 in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Schulleitung. Sie entscheidet unter Berücksichtigung der schulischen Situation eigenständig, ob Lehrkräfte freigestellt werden. Maßgeblich ist, dass das Angebot im dienstlichen Interesse liegt und keine anderen dienstlichen Gründe der Freistellung entgegenstehen.  

Bayern

Dienstbefreiungen werden im Freistaat Bayern nicht an zentraler Stelle durch das Ministerium gewährt, sondern vielmehr unter Berücksichtigung dienstlicher Belange vor Ort durch den jeweiligen Dienstvorgesetzten der betroffenen Lehrkraft vorgenommen, also in der Regel durch den Schulleiter bzw. durch die Schulleiterin. 

Berlin

Die didacta wird auf den Internetseiten der regionalen Fortbildung in Berlin (www.fortbildung-regional.de) in der Rubrik „Externe Veranstaltungen“ veröffentlicht. Lehrkräfte haben damit die Möglichkeit, ggf. unter Inanspruchnahme von Sonderurlaub nach § 10 Abs. 2 bzw. § 10 Abs. 1 der Sonderurlaubsverordnung an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Eine Anerkennung der didacta als Lehrerfortbildung ist mit dieser Veröffentlichung nicht verbunden.

Brandenburg

Die Entscheidung über die Teilnahme von Lehrkräften an der Veranstaltung treffen die Regionalstellen des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung bzw. die Schulleiter gemäß § 11 Abs. 4 der Verordnung über Erholungsurlaub und Dienstbefreiung. Alle Kosten, die im Rahmen der Teilnahme anfallen, sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst zu tragen. Die didacta wurde als Ergänzungsangebot mit der Nummer 180220-35.5-46512-170620.5 anerkannt.

Bremen

In Bremen liegt die Verantwortung für eine Freistellung von Lehrkräften zur Teilnahme an einer Fortbildung bei der jeweiligen Schulleitung. 

Hamburg

Eine generelle Lehrerdienstbefreiung kann nicht ausgesprochen werden. Es liegt in der Befugnis und Entscheidung der jeweiligen Schulleitung an den Hamburger Schulen, Lehrkräften den Besuch einer Fortbildungsveranstaltung als Fortbildung im Sinne der Fortbildungsverpflichtung anzuerkennen bzw. einer Lehrkraft den Besuch einer Fortbildungsveranstaltung durch Gewährung von Sonderurlaub zu ermöglichen. Hierbei ist u. a. abzuwägen, ob dienstliche Belange einer Beurlaubung entgegenstehen und insbesondere, ob Unterrichtsausfall vermeidbar ist. Im Rahmen dieser Regelung genehmigen Hamburger Schulleitungen einzelnen Lehrkräften den Besuch von Veranstaltungen wie z. B. der didacta in Hannover.

Hessen

Eine generelle Lehrerdienstbefreiung kann für den Besuch der didacta aus Gründen der Sicherstellung des Unterrichts nicht gewährt werden. Da in Hessen die gesetzliche Regelung gilt, wonach Fortbildungen in der Regel außerhalb der Unterrichtszeit wahrgenommen werden sollen. Eine Dienstbefreiung für den Besuch einer Fortbildungsveranstaltung müssen Lehrkräfte in Hessen bei ihrer Schulleitung beantragen. Diese wird dann eine Dienstbefreiung gewähren, wenn die Fortbildung den Zielen der Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Schule und demzufolge dem schulischen Fortbildungsplan entspricht. 

Mecklenburg-Vorpommern

Das Kultusministerium erkennt die didacta als Lehrerfortbildung an, entstehende Kosten (Reisekosten, Teilnehmergebühren etc.) können nicht erstattet bzw. bezuschusst werden. Interessierte Lehrkräfte regeln eigenverantwortlich ihre Freistellung vom Unterricht.

Niedersachsen

Im Land Niedersachsen wird aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung bei Fortbildungen auf die Durchführung von Anerkennungsverfahren verzichtet. Niedersächsische Lehrkräfte haben jedoch die Möglichkeit, neben der dienstlichen Fortbildung Angebote anderer Träger, so genannter Dritter, zu nutzen und für die Teilnahme an diesen Veranstaltungen einen Antrag auf Gewährung und Sonderurlaub zu stellen. Es ist zu prüfen, ob interessierte Lehrkräfte unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Einzelfalls für den Besuch der didacta die Möglichkeiten des flexiblen Unterrichtseinsatzes nutzen oder unter Berücksichtigung von dienstlichen Gründen Sonderurlaub gewährt bekommen können. Die Schulleitung entscheidet eigenverantwortlich über entsprechende Anträge von Lehrkräften. Den in jedem Einzelfall zu treffenden Entscheidungen kann nicht durch eine generelle Dienstbefreiung vorgegriffen werden.

Nordrhein-Westfalen

Die Schulen in NRW sind eigenverantwortliche Schulen und entscheiden somit eigenständig über z. B. den Besuch der didacta bzw. über die Möglichkeit der Freistellung von Lehrkräften zum Besuch. Oberste Prämisse ist stets die Sicherstellung von Unterricht und es ist liegt in der Verantwortung der Schulen, diese durch entsprechende Vertretungsregelungen, das Vor- oder Nachholen von Unterricht o. ä. zu gewährleisten. Eine pauschale Dienstbefreiung durch das Ministerium ist somit nicht möglich. 

Rheinland-Pfalz

Die pauschale Anerkennung als Lehrkräftefortbildungsveranstaltung ist nicht möglich, da der Besuch von Messen und Ausstellungen nur auf Antrag einer Lehrkraft genehmigt werden kann. Dieser Antrag muss von der Schulleitung unterstützt und genehmigt werden, damit die Unterrichtsversorgung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet werden kann.

Saarland

Eine förmliche Anerkennung der didacta als Fortbildungsveranstaltung ist nicht erforderlich. Über die entsprechenden Anträge der Lehrkräfte wird vor Ort gemäß den üblichen Kriterien entschieden.

Sachsen

Die didacta 2018 in Hannover wurde unter der Veranstaltungsnummer EXT04205 in den Online-Fortbildungskatalog https://www.schulportal.sachsen.de/fortbildungen/suche_kategorisierung.php aufgenommen. Sie gilt als Veranstaltung eines externen Anbieters. Lehrkräfte öffentlicher Schulen stellen einen Fortbildungsreiseantrag bei der zuständigen Regionalstelle. Diese entscheidet dann über eine eventuelle Übernahme von Reisekosten. Dienstunfallschutz wird in jedem Fall gewährt.

Sachsen-Anhalt

Die Messe wird vom Ministerium als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt wurde als zuständige Behörde mit dem weiteren Verfahren der Anerkennung als „Fortbildungsveranstaltung weiterer Träger“ beauftragt. Die didacta erhält die Registrierungsnummer: WT 2018-400-05. Gemäß der derzeit geltenden Bestimmungen wird den Messeteilnehmern Dienstunfallschutz im Bundesgebiet gewährt. Die Entscheidung über Dienstbefreiung/Sonderurlaub trifft die Dienststelle. Die Teilnehmer tragen alle mit der Fortbildung im Zusammenhang stehenden Kosten selbst.

Schleswig-Holstein

Die Anerkennung für die didacta kann nur aus fachlicher Sicht ausgesprochen werden (siehe § 3 Abs. 8 e der Lehrerdienstordnung vom 05.07.1978). Für die Anerkennung eines „dringenden dienstlichen Interesses“ und einer Dienstbefreiung sind im Einzelfall die Schulämter bzw. die Schulleiterinnen und Schulleiter zuständig. Ein Dienstunfallschutz besteht nur, sofern eine Dienstreisegenehmigung durch den Vorgesetzten erteilt worden ist (s. § 31 Abs. 1 des Beamtenversorgungsgesetzes vom 24.08.1976). Es besteht die Möglichkeit, dass eine Dienstreise ohne Verpflichtung zur Kostenerstattung genehmigt wird.

Thüringen

Mit der Organisation und Durchführung von Lehrerfortbildungsveranstaltungen ist das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) beauftragt. Gemäß § 34 des Thüringer Lehrerbildungsgesetzes und der Thüringer Verordnung zur dritten Phase der Lehrerbildung in der Fassung vom 1.7.2014 (§§ 2-5) ist die Anerkennung von Fortbildungsangeboten so genannter freier Träger möglich. Die didacta wird unter dem AZ 5094-33-0520/17 als Fortbildungsangebot anerkannt.

Der Verband Bildungsmedien

Der Verband Bildungsmedien e. V. ist der führende Zusammenschluss professioneller Bildungsmedienanbieter in Deutschland. Seine Mitglieder entwickeln im Dialog mit Lehrenden und Lernenden didaktisch passgenaue Lehrinhalte und Lernlösungen. Gerade im digitalen Zeitalter ermöglichen qualitätsgesicherte Bildungsmedien individuellen Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe.

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