Donnerstag, 10. August 2017

DigitalPakt#D: Bildungsmedienverlage hoffen weiter auf Bund und Länder

Der Verband Bildungsmedien bekräftigt die wichtige Signalwirkung des DigitalPakt#D und der digitalen Strategie der Kultusministerkonferenz. Die Süddeutsche Zeitung hatte jüngst von einem Stillstand der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern berichtet.

Die Schulen in Deutschland – von den Grundschulen über die Allgemeinbildung bis hin zu den beruflichen Schulen – sind seit Jahren unterfinanziert. Ohne die nötige personelle, strukturelle und finanzielle Versorgung durch die Kommunen und Länder können sie ihrem Auftrag, individuelle Bildungschancen für alle Schüler/-innen zu eröffnen, immer schlechter gerecht werden.

Digitale Strategie für die Schulen

Die Chancen, die insbesondere digitale Lehr- und Lernmedien dabei bieten können, bleiben ungenutzt. Den Anteil digitaler Bildungsmedien am Gesamtumsatz der Branche hat der Verband Bildungsmedien e. V. für das Jahr 2016 auf nur zwischen 3 und 5 Prozent geschätzt. Hauptgrund dafür ist die mangelnde Ausstattung der Schulen mit technischer Infrastruktur und der ungedeckte Bedarf an Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte zur e-Didaktik.

Der DigitalPakt#D sieht vor, dass der Bund finanzielle Unterstützung hinsichtlich der technischen Ausstattung mit Geräten und W-LAN leistet. Aus Sicht der deutschen Bildungsmedienverlage ein wichtiger Impuls, der untrennbar auch mit der digitalen Strategie der Kultusministerkonferenz verbunden ist. Diese sieht die verbindliche Implementierung von digitalen Medien als Unterrichtsgegenstand und Lehrmethode in allen Ländern vor.

Taten müssen folgen

Unter anderem die Süddeutsche Zeitung hatte am 8. August von einem Stillstand der Verhandlungen zum DigitalPakt#D berichtet. Der Verband Bildungsmedien e. V. erwartet, dass den Ankündigungen von Bund und Ländern Taten folgen. Neben dem Ausbau der Infrastruktur müssen auch Budgets zur Beschaffung digitaler Bildungsmedien bereitgestellt werden, damit die Potenziale des digital gestützten Lehrens und Lernens tatsächlich genutzt werden können. 

Mehr über die politischen Forderungen der deutschen Bildungsmedienverlage erfahren Sie in den Positionspapieren des Verband Bildungsmedien e. V.: „Bildung und Digitalisierung“ und „Finanzierung“.

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