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Dokumentation zum Symposion "Schüler fallen auf" online
Rund 2500 Teilnehmer zählte das zweitägige Symposion zu auffälligen Schülerverhalten wärhrend der didacta 2007 in Hannover. Jetzt ist es online dokumentiert...
Schule ist gekennzeichnet durch Lehr-Lernprozesse in großen Gruppen (Schulklassen). Historisch gesehen ist dadurch "Bildung für alle" ermöglicht worden. Andererseits verhindert es nach wir vor, was Schule auch leisten soll: die Erziehung und Bildung des Individuums, das Eingehen auf die Soziallage und Lernausgangslage jedes einzelnen Schülers. Die Tendenz der Schule, alle einer Richtschnur zu unterziehen, hat bereits Wilhelm von Humboldt beklagt. In unserer Zeit zunehmender Individualisierung auch des Schülerverhaltens aber ist Unterricht für den imaginären Durchschnittsschüler schwieriger denn je. Die "Auffälligkeiten", die Schülerinnen und Schüler zeigen, umfassen einen weiten Bogen. Da gibt es die Hochbegabten, deren Lerneifer und Wissen nicht angemessen beachtet werden. Da gibt es die Verhaltensauffälligen oder so genannten Störer, die die Lehrkräfte immer wieder in schwierige, oft eskalierende Situationen bringen. Selten helfen dabei angestammte "Strafen" weiter. Und schließlich gibt es die Schulverweigerer, die zwar nicht mehr im Unterricht stören, aber Klassenlehrer und Schulleitung und oft auch Jugenddienste in Atem halten, und deren Zahl in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Abschulung und Sitzen bleiben sind oft das letzte Mittel. Für alle hier benannten "Auffälligkeiten" bedarf es präventiver pädagogischer Konzepte. Deshalb thematisierte die Veranstaltung auch Fragen der Diagnostik und der individuellen Förderung. Im Rahmen der didacta - die Bildungsmesse 2006 in Hannover fand hierzu das zweitägige Symposion "Schüler fallen auf" am 22. und 23. Februar 2006 statt, das vom VdS Bildungsmedien e.V. gemeinsam mit den Professoren für Schulpädagogik Reiner Lehberger, Universität Hamburg, und Uwe Sandfuchs, Technische Universität Dresden, veranstaltet wurde. In zehn Vorträgen stellten sich renommierte Erziehungswissenschaftler diesem Thema. Es wurden gleichermaßen Lehrer aller Fachrichtungen und Schularten, Erziehungswissenschaftler, Studierende der Pädagogik und Fachleute aus dem Bildungswesen angesprochen. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht: Insgesamt wurden über 2.500 Teilnehmer gezählt.
Als Referenten traten auf: PD Dr. Christoph Gallschütz, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dr. Beate Grabbe-Letschert, Autorin, Dr. Katrin Höhmann, Institut für Schulentwicklung an der Universität Dortmund, Dr. Wolfgang Mack, Deutsches Jugendinstitut, Prof. Dr. Uwe Sandfuchs, Technische Universität Dresden, Prof. Dr. Wilfried Schley, Universität Zürich Zentrum, Prof. Dr. Karl Dieter Schuck, Universität Hamburg, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann, Universität Bielefeld, Prof. Dr. em. Hans Josef Tymister, Universität Hamburg, Prof. Dr. phil. Rolf Werning, Universität Hannover
Die Beiträge - bis auf den von Frau Dr. Höhmann - stehen nun als PDF-Datei zum Abruf bereit. Die Texte können für die eigene wissenschaftliche und pädagogische Arbeit genutzt werden.
25.04.2006


