18.05.2012 15:01:16 Uhr
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Das Schulbuch: politisch überschätzt, pädagogisch unterschätzt, wissenschaftlich vernachlässigt?
Das Schulbuch ist nach wie vor das wichtigste Medium im Unterricht. Es kann Expertenwissen anschaulich aufbereiten, Anregungen für einen modernen Unterricht geben und differenzierte Aufgabenstellungen bieten, die den unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen der Schüler entgegenkommen. Gleichzeitig richten sich an das Schulbuch bildungspolitische Anforderungen und Erwartungen als Transporteur von neuen Lehrplänen und Bildungsstandards in den Unterricht. Es ist somit ein wichtiger Träger von Bildungsreformen.
Umso mehr erstaunt es, dass sich die Fachöffentlichtlichkeit wie auch die Erziehungswissenschaft nun schon seit zwanzig Jahren nicht mehr intensiv mit der Funktionalität von Schulbüchern im Unterricht, deren medienpädagogischer Bedeutung und den fachlichen und bildungspolitischen Anforderungen beschäftigt hat. Genau dies war der Ansatzpunkt der
Konferenz "Das Schulbuch: politisch überschätzt, pädagogisch unterschätzt, wissenschaftlich vernachlässigt?". Am 29. und 30. September 2008 trafen sich rund 60 Experten aus der Forschung, der Didaktik und Methodik, der Bildungsverwaltung und den Redaktionen in Braunschweig, um das Wissen über Schulbücher neu zu prüfen und Widersprüche zu diskutieren und zu evaluieren. Die zwölf Vorträge behandelten alle Fragestellungen der fachlichen Beschäftigung mit Schulbüchern: Was wird von Schulbüchern erwartet? Wie werden sie evaluiert, geprüft und zugelassen? Wie werden sie geschrieben und publiziert und wie wirken sie im Unterricht?
Für die Fachvorträge konnten durchweg ausgewiesene Experten aus der Forschung, der Bildungsverwaltung und der Politik gewonnen werden. Die Details zu den Themen und Referenten sind im
Konferenzflyer zu finden.
Die Konferenz wurde vom Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung, Braunschweig, der Ludwig-Maximilian-Universität München und der Technischen Universität Dresden veranstaltet. Inhaltlich zeichneten die Professoren Eckhardt Fuchs (Braunschweig), Joachim Kahlert (München) und Uwe Sandfuchs (Dresden) verantwortlich. Unterstützt wurde die Tagung durch den VdS Bildungsmedien.
Der
Tagungsband zu dieser Veranstaltung mit dem Titel
„Schulbuch konkret. Kontexte – Produktion – Unterricht“ (herausgegeben von Eckardt Fuchs, Joachim Kahlert und Uwe Sandfuchs) kann beim Verband Bildungsmedien e.V. bestellt werden:
verband@bildungsmedien.de.
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