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Deutscher Lehrertag 2011
Der Deutsche Lehrertag fand in diesem Jahr am 18. November 2011 in Dortmund im Kongresszentrum der Westfalenhallen statt. Er stand unter dem Motto "individualisieren, integrieren, inkludieren" und bot zu diesen drei großen schulischen Herausforderungen 39 Workshops an.Der Weiterbildungstag wurde gemeinsam von VBE, Verband Bildungsmedien und der Stiftung Partner für Schule NRW organisiert und von einer umfangreichen Bildungsmedienausstellung begleitet.
Als Hauptreferent konnte Dr. Heinz Klippert, Erziehungswissenschaftliches Fort- und Weiterbildungsinstitut der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz, gewonnen werden. Sein Thema: „Gemeinsam lernen - aber wie? Anregungen zum Umgang mit Heterogenität in der Klasse”.
Das Programmheft finden Sie hier zum Download:

Rückblick auf den Deutschen Lehrertag 2011 "Miteinander und voneinander lernen"
1.200 Pädagoginnen und Pädagogen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie Kultuspolitiker und Abgeordnete aus Bundestag und NRW-Landtag nahmen am Deutschen Lehrertag 2011 teil, der am 18. November im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen stattfand. Unter dem Motto „individualisieren, integrieren, inkludieren“ standen die pädagogischen Herausforderungen eines individualisierten Unterrichts in heterogenen Lerngruppen und die schulpraktischen Konsequenzen im Mittelpunkt, die sich aus der Schaffung eines inklusiven Bildungssystems ergeben, zu dem sich Deutschland mit seiner Unterschrift unter die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat. Veranstaltet wurde der Deutsche Lehrertag von VBE, Verband Bildungsmedien und Stiftung Partner für Schule NRW.
VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann erklärte zur Eröffnung: „Wir wollen ein inklusives System, aber es muss so ausgestaltet sein, dass sowohl Kinder mit als auch ohne Behinderung zu Gewinnern werden. Ein gemeinsamer Unterricht, der chronisch unterfinanziert ist, schafft diese Vorteile mit Sicherheit nicht. Die Länder müssen ohne Wenn und Aber die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und ein inklusives Bildungssystem schaffen. Ich bin überzeugt, dass der heutige Lehrertag unserer Forderung nach aufgabengerechten Gelingensbedingungen bei der anwesenden Politik Nachdruck verschafft.“ Beckmann verwies auf die jüngste Infratest Meinungsumfrage im Auftrag des VBE: „70 Prozent der Bundesbürger vermissen in der Politik die Bereitschaft, gemeinsames Lernen finanziell abzusichern und ausreichend viele Lehrer und Sonderpädagogen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig sehen drei Viertel der Bundesbürger Vorteile des gemeinsamen Lernens für alle Kinder dieser Klassen in Grundschulen und mehr als zwei Drittel der Bundesbürger sehen diese Vorteile auch für die weiterführenden Schulen. Die Länder müssen die Inklusion nicht nur in den Schulgesetzen verankern, sondern eben auch die nötigen Ressourcen bereitstellen. Der politische Umgang mit Inklusion offenbart noch eine andere Schwachstelle im bundesrepublikanischen Bildungssystem. Das im Grundgesetz verankerte Kooperationsverbot von Bund und Ländern verhindert, dass Bund, Länder und Kommunen die Inklusion als gemeinsame Aufgabe tatsächlich gemeinsam stemmen. Das Kooperationsverbot muss fallen. Der VBE unterstützt jede Gesetzesinitiative in diese Richtung. Der VBE hält es für unabdingbar, dass Bund und Länder bis 2015 den Anteil der Ausgaben für Bildung und Forschung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen.“ Beckmann kritisierte, Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten würden bisher die notwendige Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung des Ziels vermissen lassen. Die Bildungsfinanzierung in Deutschland halte internationalen Vergleichen nicht stand.
Der Vorsitzende des Verband Bildungsmedien Wilmar Diepgrond sagte: „Bildung ist Deutschlands wichtigste Ressource. Einen Qualitätssprung im Bildungssystem wird es aber nur dann geben, wenn auch zusätzliche Ressourcen hierfür bereitgestellt werden. Es darf bei diesem Thema nicht bei bloßen politischen Lippenbekenntnissen bleiben. Die aktuellen Reformen werden nur dann effektiv in den Klassenzimmern ankommen, wenn zusätzliche Mittel freigemacht werden, um die Umsetzung zu finanzieren. Und dazu gehören natürlich auch zusätzliche Mittel für Bildungsmedien. Die Bildungspolitik hat doch gerade jetzt eine große Chance: Die Demografie ist auf ihrer Seite, schließlich wird es immer weniger Schüler geben. Wenn die Mittel für Bildung jetzt nicht einfach zusammengestrichen werden, sondern in gleicher Höhe in den Haushalten bleiben, steht auf Dauer mehr Geld pro Schüler zur Verfügung. Das wäre zumindest ein Anfang, um die Umsetzung der Reformen finanzieren zu können.“
Auf dem Deutschen Lehrertag sprachen auch KMK-Präsident Dr. Bernd Althusmann und NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann zu den Teilnehmern. Hauptreferent war Dr. Heinz Klippert vom Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstitut der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz. Sein Thema: „Gemeinsam lernen – aber wie? Anregungen zum Umgang mit Heterogenität in der Klasse“. Dem schlossen sich insgesamt 39 Workshops an, die Erfahrungen und Anregungen für die konkrete schulische Praxis vermittelten.
Kontakt Workshop-Programm und Ausstellung:
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