Dienstag, 20. März 2018

Fachkräftemangel in Deutschland: Bildungsmedienverlage fordern Stärkung der Beruflichen Bildung

Für 60 Prozent der deutschen Betriebe ist der Fachkräftemangel das Geschäftsrisiko Nummer eins. Das stellt der DIHK-Arbeitsmarktreport 2018 fest. Der Verband Bildungsmedien e. V. bekräftigt die Forderung nach einer Stärkung der beruflichen Bildung.

„Die wichtigsten Rahmenbedingungen, die es aus Sicht der Unternehmen anzupacken gilt, betreffen Bildung und Ausbildung. Deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) wünschen sich eine Stärkung der Beruflichen Bildung – z. B. durch eine intensive Berufsorientierung an Gymnasien sowie eine Stärkung der Berufsschulen“, so das Ergebnis der Befragung von 24.000 Unternehmen. (Quelle: DIHK-Arbeitsmarktreport S. 23)

 

Für die Anforderungen von morgen und übermorgen

Auch aus Sicht des Verband Bildungsmedien muss die Duale Berufsausbildung konsequent wie konkret auf die aktuellen und künftigen Anforderungen ausgerichtet werden – und sie muss viel attraktiver werden. Nur so kann langfristig der Bedarf an Fachkräften in Deutschland gedeckt werden.

Der Verband Bildungsmedien schließt sich den im DIHK-Arbeitsmarktreport 2018 benannten Handlungsfeldern an. Er fordert:

  • Berufsbilder müssen laufend an die neuen Anforderungen im Rahmen von Industrie 4.0 bzw. Arbeiten 4.0, Digitalisierung, Fabrik der Zukunft etc. angepasst werden, um Attraktivität und Nutzwert der Beruflichen Bildung wieder zu erhöhen.
  • Die Attraktivität der Beruflichen Bildung im Vergleich zum rein akademischen Studium sollte deutlich herausgestellt werden. Berufsausbildung und akademische Ausbildung dürfen nicht länger als gegensätzlich, sondern sollten als komplementär angesehen und positioniert werden. Die Durchlässigkeit der Systeme muss forciert werden.
  • Zur Erstellung und Weiterentwicklung von Bildungsmedien und -konzepten für den beruflichen Bildungs- und Weiterbildungssektor müssen hinreichende Finanzierungslösungen bereitgestellt werden. Gleichzeitig braucht es mehr Finanzmittel für die Ausstattung der Ausbildungseinrichtungen in Schule und Betrieb.
  • Die Digitalisierung darf auch in der Dualen Berufsausbildung nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden. Auch hierfür sind konkrete Finanzierungszusagen erforderlich, etwa für die Beschaffung von Hardware und Netzzugang in den unterschiedlichen Ausbildungseinrichtungen, moderne Lehr- und Lernmedien/-inhalte sowie eine Qualifizierungsoffensive für Berufsschullehrer.

Mehr darüber erfahren Sie im Positionspapier „Das Duale Berufsbildungssystem“ des Verband Bildungsmedien e. V.

 

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