Donnerstag, 30. August 2018

Zugang schaffen – Chancen der Digitalisierung durch Bildungsmedien!

Die Digitalisierung an den Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen muss von allen Akteuren des Bildungswesens gemeinsam geschultert werden. Der Verband Bildungsmedien e. V. hat in seinem neuen Positionspapier „Digitale Praxis in der Bildung“ dafür konkrete Handlungsfelder formuliert. 

Das Positionspapier zeigt die erforderlichen operativen Schritte für den erfolgreichen Einsatz digitaler Medien in der Bildungspraxis. Für die Bildungsmedienverlage steht dabei der einfache und unmittelbare Zugang zu Bildungsinhalten im Vordergrund.

Neben der Verfügbarkeit digitaler Medien braucht es politische, rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen, die es Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen, diese Medien gezielt und pädagogisch sinnvoll einzusetzen.

Schulische Ausstattung

Schulen brauchen dringend breitbandige Internetanschlüsse im Gigabit-Bereich. Endgeräte müssen allen Schüler/-innen und Lehrkräften zur Verfügung stehen. Um ein breites Spektrum von Software und Online-Anwendungen in Schulen für ganz unterschiedliche Unterrichtskontexte einsetzen zu können, müssen bei der Ausstattung und Konfiguration der Geräte Mindeststandards vereinbart werden. Für die Administration, die für die Beantragung der Mittel, den Einkauf, die Einbindung und Wartung der gesamten IT-Infrastruktur (Hard- und Software) zuständig ist, muss ein angemessener Personalschlüssel eingerichtet werden.

Datenschutz

Die behutsame Nutzung von Daten im schulischen Umfeld kann immensen Mehrwert schaffen, indem beispielsweise Förderbedarfe präzise erkannt werden. Deshalb sollten die entsprechenden Regularien des Datenschutzes für die schulische bzw. pädagogische Nutzung immer auch berücksichtigen, wie der bestmögliche Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler erzielt werden kann. Bei der Nutzung digitaler Angebote muss gewährleistet sein, dass Bearbeitungsstände, die für die Arbeit mit den Programmen relevant sind, nutzerbezogen gespeichert werden können. Eine darüber hinaus gehende Nutzung von Daten der Schülerinnen und Schüler ist aber auszuschließen. Jede Schülerin, jeder Schüler und auch alle Schulen müssen eine eindeutige persönliche Identitätsnummer erhalten, auf deren Grundlage Anbieter von Bildungsmedien Lizenzen für Onlinelösungen und andere Softwareprodukte effizient verwalten können.

Lehrkräfte stärken

Lernen ist und bleibt ein komplexer und vor allem ein sozialer Prozess. Sämtliche digitale Methoden und Werkzeuge müssen darauf abzielen, dass die Lehrkräfte, die den Prozess konkret gestalten und verantworten, optimal ausgebildet und laufend darin unterstützt werden, ihre Lehrtätigkeit optimal auszuüben. Eine Entlastung von administrativen Tätigkeiten muss damit ebenso einher gehen wie wiederkehrende Fortbildungen mit digitalem Bezug.

Vielfalt fördern

Die Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur darf nicht zu einer Vereinheitlichung der Bildung im Allgemeinen und von Bildungsmedien im Besonderen führen. Bei aller technisch notwendigen Standardisierung muss die erforderliche Vielfalt in den Lernarrangements erhalten bleiben.

 

> Positionspapier „Digitale Praxis in der Bildung“ des Verband Bildungsmedien e. V.

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