Montag, 17. September 2018

Bildung braucht ein faires Urheberrecht

Der Verband Bildungsmedien e. V. begrüßt die Einigung des Europäischen Parlamentes bei der EU-Urheberrechtsreform. Für die Bildungsmedienverlage bedeutsam ist neben der Verlegerbeteiligung vor allem die Ausgestaltung der Schrankenregelung für Unterricht und Bildung.

Das Europäische Parlament hat am 12. September 2018 mit großer Mehrheit sein Mandat für die weiteren Verhandlungen im Trilog zur EU-Urheberrechtsreform erteilt. Diese Entscheidung des Europäischen Parlamentes wird eine konkrete Wirkung auf das bundesdeutsche Urheberrecht haben.  

Auch der Verband Bildungsmedien hat sich deshalb für klare Rechtspositionen für Verlage und die Beteiligung an gesetzlich verankerten Vergütungsansprüchen eingesetzt: 

  • Verlagen und Autoren sollen nutzungsbezogene, markt- und aufwandsgerechte Vergütungen als angemessenen Ausgleich für ihre Leistungen gewährt werden.

  • Ausnahmen von den gesetzlichen Schranken für Bildung und Wissenschaft sollen nicht nur für Schulbücher und Unterrichtsmaterialien, sondern auch für Lehrbücher für die akademische Lehre vorgesehen sein.

  • Lizenzangeboten von Verlagen muss ein gesetzlicher Vorrang gegenüber den gesetzlichen Schrankenregelungen eingeräumt werden – insbesondere im Primärmarkt Bildungsmedien. 

    „Die Verständigung des Europäischen Parlamentes stellt für die Bildungsmedienverlage zunächst einen harten Kompromiss insbesondere mit Blick auf die Schrankenregelung für den Bildungsbereich dar,“ kommentierte der Vorsitzende des Verbandes, Ilas Körner-Wellershaus und ergänzte: „Hier kann man allerdings im Trilog noch präzisieren und konkretisieren“. 

    Für den Bildungserfolg des Einzelnen  

    Die deutschen Bildungsmedienverlage stellen hochwertige Bildungsinhalte her, die den curricularen Vorgaben der einzelnen Bundesländer entsprechen. Sie sind für die Erfüllung des verfassungsmäßigen Bildungsauftrages der Länder unabdingbar. Nur durch ein funktionierendes Urheberrecht können die Qualität der Lerninhalte, der Bildungserfolg des Einzelnen sowie die Weiterentwicklung des Bildungsstandortes und unserer Gesellschaft gewährleistet werden. 

    Mehr über die politischen Forderungen erfahren Sie im Positionspapier „Das Urheberrecht in der Wissensgesellschaft“ des Verband Bildungsmedien e. V.: https://www.bildungsmedien.de/index.php/positionen/urheberrecht 

    Der Verband Bildungsmedien e. V. ist der führende Zusammenschluss professioneller Bildungsmedienanbieter in Deutschland. Seine Mitglieder entwickeln im Dialog mit Lehrenden und Lernenden didaktisch passgenaue Lehrinhalte und Lernlösungen. Gerade im digitalen Zeitalter ermöglichen qualitätsgesicherte Bildungsmedien individuellen Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe.

    www.bildungsmedien.de

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